Prad am Stilfserjoch

 

Idyllisch im Vinschgau gelegen zwischen Ortler-Massiv und den Ötztaler-Alpen erstreckt sich der Ferienort Prad in Südtirol auf rund 900 m Meereshöhe am Eingang zum weitläufigen Nationalpark Stilfserjoch.

 

Beeindruckend gehen hier die Berge in die Höhe und in der Ferne sehen wir schneebedeckte Gipfel blitzen.

 

Ende August ist nicht mehr soviel los und wir genießen das milde Klima und die Sonnenstrahlen. Viele Wanderwege bieten genug Abwechslung für die sportlichen Urlauber und das Freibad lockt alle Wasserratten.

 

Für uns ist ein schön gelegener Stellplatz am Campingsplatz Kiefernhain gebucht. Die Anreise und das Einchecken gestalten sich schnell und komplikationslos. Im Dunkeln bauen wir unser Lager auf und fallen auch schon müde in die Kissen.

 

Unsere erste Wanderung führte und bei schönstem Wanderwetter auf den 2,2 km langen Gumperle Kinderwanderweg. Hier gibt es an verschiedenen Stationen interessantes und lehrreiches für Groß und Klein zu entdecken.

 

Unverzichtbares Gepäckstück ist wiedermal unsere Kraxe von Deuter.

 

 

 

 

 

 

In Agums gabs am Gasthof St. Georg ein Eis und was gegen den Durst!

Was für ein schönes kleines Dorf inmitten der Obstplantagen.

 

Die Nachmittage haben wir immer im Freibad verbracht. Der Eintritt ist für die Campinggäste kostenlos und der Nichtschwimmer- und Babybereich ist sehr großzügig was Karl natürlich am meisten gefallen hat.

 

Im Bistro gibts Cappuccino, Bier, Eis und anderen Süßkram, aber auch leckere Pasta!

 

Unsere nächste Wanderung führte uns auf dem Frauwaal von Agums nach Lichtenberg 5,5 km.

 

Entlang des rechten Suldenbachufers geht es an das südliche Dorfende von Prad. Hier wollte Karl am liebsten schon eine längere Pause am Fluss einlegen.

 

Nach einem kurzen Anstieg verläuft die Wanderung relativ flach bis oberhalb der Kirche St. Georg in Agums. Von dort geht es leicht ansteigend bis zu den „Pinethöfen“. Von diesen gelangt man nach einem kurzen Umweg zur Burgruine Lichtenberg. Für den Rückweg empfiehlt sich, der durchgehend eben verlaufende Weg Nr. 1 aber Vorsicht - spätestens beim Weg durch die Apfelbaumreihen bekommt man Hunger aufs lokale Obst das einem hier in leuchtenden Farben von den Bäumen entgegen leuchtet.

 

 

Ein Ausflug zum Stilfserjoch mit der Wanderung zu einer Alm sollte eigentlich noch auf dem Plan stehen, aber da hat uns das Wetter mal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Für eine Wanderung am Berg wars einfach zu unbeständig und für den Nachmittag Gewitter gemeldet. Das macht dann keinen Spaß mit Karl im Gepäck.

Kurzentschlossen fuhren wir die knapp 26 km zum Reschensee um ein paar Fotos zu machen, aber hier waren am Sonntag soviele Tagesausflügler unterwegs dass wir uns ins malerische Glurns zum Mittagessen ausgewichen sind. Der Ausflug hat sich durchaus gelohnt zumal wir den berühmten Südtiroler Schinkenspeck ausgiebig verkostet haben.

Das Wetter war für den Rest unseres Aufenthaltes wieder märchenhaft und so fuhren wir nach Laas - Lasa und von dort hoch hinauf zum Hof Vernatsch wo uns die freundliche Bauernfamilie einen Parkplatz direkt am Misthaufen anbot.

 

Der Wanderweg Nr. 3 führte steil bergauf zur Göflaner Alm. Eine wahnsinns Steigung, aber am Ende war der Aufenthalt auf der Alm und die Aussicht über die gewaltigen Berge für uns Flachlandtiroler einfach ein Traum!

Nach der steilen Tour vom Vortag wurde es dann wieder gemütlicher und hatte eher etwas von einem Spaziergang. Unsere kleine Wanderung zum Prader Sand und dem Ausflugsrestaurant Fischerhütte.

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes stand noch eine weitere Wanderung auf einem Waalweg auf unserer Liste und weil das Wetter so schön war konnten wir auch am Suldenbach ein paar lange Spiel- und Fotopausen einlegen.

Karl hat den kurzen Aufstieg alleine gemeistert und so konnte Marco auch etwas Erholung mit der Kraxe auf dem Rücken haben.

 

Über Holzstege in luftiger Höhe ging es das Tal entlang Richtung Stilfs und dann wieder hinunter zum kühlen Fluss und zurück nach Prad. Man hätte hier noch wesentlich länger Laufen können, aber es war gut so wie´s war.

 

Die Tage in Südtirol haben wir definitiv gebraucht und sie haben uns unendlich viel neue Energie und eine weitere neue Sicht auf die Dinge des Lebens geben.

 

Es gibt hier noch soviel zu erkunden im Reinhold Messner Land - Südtirol. Hier fühlen wir uns richtig wohl und dem Himmel ein Stück näher.

 

Bis zum nächsten mal!